WGH-Herrenhausen setzt auf gemeinschaftliche Gebäudeversorgung mit MARCLEY – Solarstrom für 108 Haushalte in Hannover

Pressemitteilung vom 26.08.2025
Gemeinsam für eine grüne Zukunft: Auf sechs Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 108 Wohneinheiten entsteht bis Ende 2025 ein umfassendes Photovoltaikprojekt mit rund 198,5 kWp Leistung. Objekte von WGH | Foto © MARCLEY GmbH
WGH-Herrenhausen setzt auf gemeinschaftliche Gebäudeversorgung mit MARCLEY – Solarstrom für 108 Haushalte in Hannover

Hannover, 26. August 2025 – Die Wohnungsgenossenschaft WGH-Herrenhausen bringt die Energiewende aufs Dach – und direkt in den Alltag ihrer Mieter. Auf sechs Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 108 Wohneinheiten entsteht bis Ende 2025 ein umfassendes Photovoltaikprojekt mit rund 198,5 kWp Leistung. Daraus werden jährlich rund 188.000 kWh Solarstrom erzeugt – genug, um etwa 69 Tonnen CO₂ einzusparen.

WGH-Herrenhausen – Genossenschaft mit Verantwortung

Seit ihrer Gründung 1903 steht die WGH-Herrenhausen für bezahlbares, sicheres und gutes Wohnen in Hannover. Als Genossenschaft verbindet sie langfristige Verantwortung mit der Lebensrealität ihrer Mitglieder. Gerade in Zeiten von Energiekrisen, Inflation und Klimawandel ist es ihr Anliegen, Wohnqualität und Nachhaltigkeit gemeinsam zu denken.  

Mit einem Wohnungsbestand von rund 5.500 Wohnungen gehört die WGH-Herrenhausen zu den größten Wohnungsgenossenschaften der Region. Der Bestand umfasst 736 Wohn- und Geschäftsbauten mit etwa 80 gewerblichen Einheiten. Die Genossenschaft vereint rund 60 kaufmännische, technische und handwerkliche Fachkräfte, die sich mit voller Kraft um die Anliegen der Mitglieder kümmert.  

Der Einstieg in die solare Eigenversorgung markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der Genossenschaft. Zum ersten Mal wird Strom nicht nur bezogen, sondern im eigenen Quartier erzeugt – wirtschaftlich, dezentral und fair. Damit übernimmt die WGH nicht nur Verantwortung für ihre Gebäude, sondern auch für die kommenden Generationen.

„Unsere Geschichte ist von Gemeinschaft geprägt – und genau diese Haltung führen wir mit diesem Schritt in eine neue Energiezukunft“, so Constantin Heinze, Vorstandsvorsitzender der WGH-Herrenhausen.  
Flexibel, fair – und ein Modell mit Zukunft.

Im Gegensatz zum klassischen Mieterstrommodell, bei dem Haushalte den Stromanbieter wechseln müssen, basiert das neue Projekt auf dem Prinzip der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV). Dieses Modell ermöglicht eine besonders niedrigschwellige Teilnahme: Bewohner:innen bleiben beim bestehenden Energieversorger, schließen für den Solarstrom einfach einen zusätzlichen Vertrag mit MARCLEY ab – ohne Wechselpflicht oder Lock-In-Effekte.

„Wir haben uns bewusst für das GGV-Modell mit MARCLEY entschieden, weil es unsere Mieter flexibel teilhaben lässt – ohne Verpflichtungen oder Risiken. Gleichzeitig reduzieren wir den CO₂-Ausstoß in unseren Quartieren und schaffen ein attraktives Angebot für unsere Mieter“, so Katrin Oswald, Bereichsleiterin Technik der WGH-Herrenhausen.
„Für uns als Wohnungsgenossenschaft zählt eine langfristige, wirtschaftlich tragfähige Lösung mit klarem Mehrwert für unsere Mieter. Das Modell von MARCLEY ermöglicht genau das: eine bezahlbare, dezentrale und faire Energieversorgung ohne Bürokratie“, betont die WGH.
MARCLEYs Modell

Für das Solarprojekt hat sich die WGH-Herrenhausen bewusst für das Modell von MARCLEY entschieden. Die Photovoltaikanlagen werden von der WGH-Herrenhausen durch einen Fachpartner installiert – die Genossenschaft selbst tritt dabei nicht als Betreiberin auf. Stattdessen übernimmt MARCLEY den vollständigen Betrieb der Anlage und zahlt im Gegenzug eine individuell vereinbarte Pacht an die WGH-Herrenhausen.

Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren unmittelbar: Sie erhalten den auf dem Dach ihres Hauses erzeugten Solarstrom zu einem attraktiven Festpreis von 22,99 Cent pro Kilowattstunde (brutto) sowie einer monatlichen Abrechnungsgebühr von 1,99 Euro – transparent, fair und ohne versteckte Zusatzkosten.

MARCLEY übernimmt dabei als Betreiber sämtliche Verpflichtungen: von der technischen Wartung und Instandhaltung über die Kommunikation bis hin zur monatlichen Abrechnung mit den Haushalten. Die WGH kann sich vollständig auf ihre genossenschaftlichen Aufgaben konzentrieren, während MARCLEY die Energielösung im Hintergrund verlässlich steuert.

Signal für die Wohnungswirtschaft

Das Klimagesetz Niedersachsen verpflichtet öffentliche und private Akteure, den CO₂Ausstoß drastisch zu senken. Bis 2040 soll Niedersachsen klimaneutral sein – der Gebäudesektor steht dabei besonders im Fokus.

Für Neubauten ist der Einsatz erneuerbarer Energien zur Eigenversorgung bereits Pflicht, und auch im Bestand steigen die Anforderungen. Mit dem nun gestarteten Solarprojekt setzt die WGH freiwillig um, was künftig Standard sein wird– und geht damit als Genossenschaft mit gutem Beispiel voran.

Mit diesem Projekt zählt die WGH-Herrenhausen zu den Vorreitern in der genossenschaftlichen Wohnungswirtschaft. Das Modell der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV) bietet eine konkrete Lösung, wie Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung erfolgreich zusammengedacht werden können – und setzt damit ein wichtiges Signal für andere Wohnungsunternehmen, die ihre Gebäudeenergetisch aufwerten und die Potenziale von Photovoltaik in Mehrfamilienhäusern nutzen möchten.