Braunschweig setzt auf Solar – starke Partnerschaft für Wohnquartiere

Pressemitteilung vom 11.02.2026
Foto (Vertragsunterzeichnung, v. l. n. r.): Julian Werth (Key Account Manager WoWi, MARCLEY GmbH), Jonas Mehlmann (Prokurist, Nibelungen-Wohnbau-GmbH), Carsten van de Loo (Vorstandsvorsitzender, Energiegenossenschaft Braunschweiger Land eG), Florian Schnipkoweit (CEO, MARCLEY GmbH), Jan Ole Dittberner (Vorstandsmitglied, Energiegenossenschaft Braunschweiger Land eG), Bastian Hase (Prokurist, Energiegenossenschaft Braunschweiger Land eG). Bildnachweis: Uwe Jungherr / Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig

Braunschweig, 11.02.2026 – Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung haben die Energiegenossenschaft Braunschweiger Land eG und die MARCLEY GmbH eine  langfristig angelegte Zusammenarbeit  zur Umsetzung von Photovoltaik-Projekten, verbunden mit der Möglichkeit einer direkten Nutzung des Solarstroms durch die Mieter, vereinbart.  Die Projekte werden u. a. auf Wohnimmobilien der Nibelungen-Wohnbau-GmbH umgesetzt, die als kommunale Wohnungsgesellschaft der Stadt Braunschweig zu den größten Wohnungsunternehmen der Stadt zählt und  mehr als 8.000 Wohneinheiten direkt verwaltet.

Geplant ist aktuell die Installation von Photovoltaikanlagen auf  44 Mehrfamilienhäusern im Stadtteil Bebelhof  mit einer Gesamtleistung von  682,05 Kilowattpeak (kWp). Insgesamt sollen 366 Wohneinheiten im Rahmen der sogenannten gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV) zukünftig vom selbsterzeugten Solarstrom profitieren.  

Vorgesehen ist, dass Bewohnerinnen und Bewohner ergänzend zu ihrem herkömmlichen Stromvertrag die Möglichkeit erhalten, einen zusätzlichen Vertrag mit MARCLEY abzuschließen. So könnte – immer dann, wenn ausreichend Solarstrom zur Verfügung steht – Strom direkt vom Dach zu vergünstigten Konditionen bezogen werden. Durch einen potenziell verringerten Netzstrombezug über den bisherigen Stromlieferanten lassen sich perspektivisch sowohl positive Effekte für das Klima als auch Einsparungen bei den jährlichen Stromkosten erzielen.

Die geplanten Anlagen sollen jährlich rund  580.000 Kilowattstunden Solarstrom  erzeugen und ermöglichen damit eine  CO2-Einsparung von etwa 314 Tonnen pro Jahr. Das Projekt leistet somit einen messbaren Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien und zu den Klimazielen der Region Braunschweig.

Luftbilder des PV-Projekts in Braunschweig. Bildnachweis: TECHNIKA Kießling GmbH

„Mit diesen Projekten bringen wir die Energiewende direkt in unsere Quartiere. Solarstrom vom eigenen Dach ist klimafreundlich, wirtschaftlich und stärkt die Versorgungssicherheit unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Die den Hausgemeinschaften angebotenen Konditionen werden langfristig gesichert und sind durchaus attraktiv“, sagt  Jonas Mehlmann, Prokurist der Nibelungen-Wohnbau-GmbH.  

Die Energiegenossenschaft Braunschweiger Land eG investiert in die Photovoltaikanlagen und unterstützt das übergeordnete Ziel, Treibhausgasneutralität noch vor 2045 zu erreichen und die lokale Energiewende effizient und regional umzusetzen. Der Fokus liegt auf dezentraler Stromerzeugung dort, wo der Strom verbraucht wird, sowie auf der aktiven Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner, die frühzeitig informiert und in die Nutzung des lokal erzeugten Solarstroms eingebunden werden.

„Wir investieren bewusst in Projekte, die regional wirken und den Menschen vor Ort zugutekommen. Photovoltaik auf Wohngebäuden verbindet Klimaschutz mit Teilhabe und ist ein zentraler Baustein unseres Engagements für die lokale Energiewende“, erklärt  Carsten van de Loo, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Braunschweiger Land eG.

Für die Umsetzung der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung arbeitet die Energiegenossenschaft mit MARCLEY zusammen. Das Unternehmen gilt als  Marktführer für die Umsetzung des GGV-Modells  und ist auf Energielösungen für die Wohnungswirtschaft spezialisiert. MARCLEY übernimmt den vollständigen Betrieb der PV-Anlagen, die Umsetzung der GGV sowie die Bewohnerkommunikation und Solarstromversorgung.

„Für uns war entscheidend, einen Partner zu wählen, der die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung bereits erfolgreich in der Wohnungswirtschaft umgesetzt hat. MARCLEY verbindet regulatorische Kompetenz mit operativer Erfahrung – das ist eine wichtige Voraussetzung, um unsere Projekte effizient und zuverlässig in den Betrieb zu bringen. Außerdem liegen uns regionale Partnerschaften am Herzen. Somit passt die Kooperation zwischen MARCLEY, lokaler Wohnungswirtschaft und uns sehr gut zusammen.", sagt  Jan Ole Dittberner, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Braunschweiger Land eG.

„Die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung ermöglicht es, Solarstrom einfach und rechtssicher in die Wohnungswirtschaft zu bringen. Unser Anspruch ist es, die Umsetzung für alle Beteiligten schnell und effizient zu gestalten – damit grüner Strom dort ankommt, wo er gebraucht wird: bei den Menschen in ihrem Zuhause“, sagt  Florian Schnipkoweit, CEO der MARCLEY GmbH.

Die Inbetriebnahme aller Projekte ist für den Frühling dieses Jahres vorgesehen. Erste Informationsveranstaltungen für die Bewohnerinnen und Bewohner haben bereits begonnen und begleiten den Start der Solarstromversorgung.

Infoveranstaltung mit Bewohnern Bildnachweis:  Uwe Jungherr / Nibelungen-Wohnbau-GmbH